Das Deutsche Drachenmuseum
Entstehung des Drachenmythos
Im Deutschen Drachenmuseum wird gezeigt, wie der weltweite Mythos vom Drachen entstanden ist. Zu sehen sind Abgüsse eines Schädels des Tyrannosaurus-Rex (T-Rex), des Archaeopteryx sowie Bilder von Saurier-Knochenfunden und für die Menschheit vor Tausenden von Jahren unerklärlichen Naturereignissen und drachenähnlichen Tieren. Dazu passt ein „lebender Drache“: eine Bartagame, die sich neben den vielen Drachendarstellungen im Museum wohlfühlt! Bemerkenswert ist eine Faksimile-Ausgabe des Nibelungenliedes mit der Verbindung zum Drachentöter Siegfried. Auch der „letzte Drache aus dem Odenwald“ unterhalb der Burg Frankenstein ist zu sehen.
Drachendarstellungen in Asien, im Abendland und im Rest der Welt
Rollsiegel-Abdrücke aus Assur zeigen Drachen-Darstellungen, die ca. 3000 Jahre alt sind. Erklärt werden die unterschiedlichen Drachendarstellungen der Welt: in Asien ist der Drache das Symbol für Stärke, Kraft, Mut und Glück, während er im abendländischen Kulturkreis vorwiegend Gefahr und Bösartigkeit verkörpert. Auch sind Beispiele für bildliche Darstellungen des Drachen in Afrika, Amerika und Australien zu sehen.
Die umfangreichen Sammlungen zeigen Drachen aus Metall, Glas, Porzellan, Holz, Keramik, Drachenschmuck, Schwerter, Ikonen, Briefmarken, Münzen und vieles mehr. Fantasy-Drachen – die Drachen unserer Zeit – beleben das Museum genauso wie lustige und freundliche Kinderdrachen in Form von Skulpturen aus verschiedenen Materialen sowie Plüschdrachen.
Drachen in Literatur und Heraldik
In Handschriften und Gemälden aus dem Mittelalter und der nordischen Sagenwelt, in Fantasy-, Kinder- und Jugendbüchern erlebt man die Drachenwelt in der Literatur. Auch eine reiche Drachen-Wappensammlung von Städten und Gemeinden aus ganz Europa ist Bestandteil des Museums.
Weitere Attraktionen
Kinder und alle, die sich jung fühlen, können eine Drachenhöhle entdecken. Eine Videoanlage bietet eine Einführung in die Drachenwelt. Die Kinder können sich spielerisch mit dem Thema Drachen beschäftigen und auch Geburtstage im Museum feiern.
Ein Raum ist der Familie Baur de Betaz gewidmet, die das Haus als Familienwohnsitz bis in die 80er Jahre genutzt hat.
Beleuchtete Drachenbilder aus aller Welt sind im benachbarten „Bürgerturm“ zu sehen. Er ist Teil der ehemaligen Stadtbefestigung und wurde mit einem modernen 8-eckigen Glasdach versehen. 100 Stufen führen auf die Plattform, von welcher ein herrlicher Ausblick auf Lindenfels und die weitere Umgebung zu genießen ist. Er ist ein Teil des Drachenmuseums, genauso wie der „Drachengarten“ - ein Kunstpfad mit Skulpturen, der die Verbindung zwischen Museum und Bürgerturm bildet.