Boris Lurie. Anti-Pop

Sammlung Kunst im Neuen Museum
17.3.-18.6.2017

Klarissenplatz
90402 Nürnberg

www.nmn.de

Do 10-20 Uhr
Di-Mi, Fr-So 10-18 Uhr
Mo geschlossen

Seine Werke machen es dem Be­trach­ter nicht leicht, da sie mitunter ästhe­tische und mora­lische Er­war­tungen ver­letzen.

Bild
Boris Lurie, „Dismembered Woman”, 1955
Boris Lurie. Anti-Pop :: Ausstellung
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Der US-amerikanische Künstler Boris Lurie (1924-2008) hat ein radikales Werk hinterlassen, das in Bild und Wort den bürgerlichen Kunstbegriff attackiert. Früh schon entwickelte er eine sehr eigenständige Kunst, die sich Ende der 1950er Jahre von der Malerei ab- und der Collage zuwandte.

Seine Werke machen es dem Betrachter nicht leicht, da sie mitunter ästhetische und moralische Erwartungen verletzen. Die Werkserie der Dismembered Women, aber auch die zahlreichen späteren Arbeiten mit eincollagierten Pin-Ups belegen ein tiefreichendes Trauma, das auch in einem zwiespältigen Frauenbild zum Ausdruck kam. Luries Verknüpfung von Pornographie und Fotos aus den Vernichtungslagern ist schockierend, doch als Aufschrei einer gequälten Seele und als Form des Widerstands nachvollziehbar. Gleichzeitig diente Lurie die Pornographie auch als Metapher für die kapitalistische Gesellschaft.

Um Luries Standort in der Kunstgeschichte zu beleuchten, stellt die Ausstellung seinen Werken die anderer Künstler an die Seite.