… bis zu Liebermann und Corinth

Die Sammlung Hermann Hugo Neithold an der Schwelle zur Moderne

Kunstmuseum Bayreuth
27.10.2018-24.2.2019

Maximilianstraße 33
95444 Bayreuth

www.kunstmuseum-bayreuth.de

Di-So 10-17 Uhr

Die ge­zeig­te Privat­samm­lung Her­mann Hugo Neit­hold, erfolg­reicher Proku­rist der Zwickauer Spinnerei­betriebe, bezeugt die Kunst­begei­ste­rung und die Ge­schmacks­kultur eines bürger­lichen Kauf­manns um 1900.

Bild
Wilhelm Trübner, Buchenwald (am Starnberger See), 1909, Öl auf Leinwand
… bis zu Liebermann und Corinth :: Ausstellung
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In einem Zeitraum von zwanzig Jahren schaffte es Hermann Hugo Neithold (1862-1939), ein erfolgreicher Prokurist der Zwickauer Spinnereibetriebe, mit Kompetenz und Geschmack eine Sammlung von über 50 Gemälden zusammenzutragen, darunter Werke von Defregger, Diez, von Rohden, Spitzweg, Stadler, Trübner, Liebermann und Corinth. Durch glückliche Umstände blieb diese Sammlung bis heute in ihrer Grundstruktur erhalten. Eine Auswahl daraus ist nun in der Ausstellung zu sehen.

Neithold beschränkte sich strikt auf die zeitgenössische deutsche Malerei des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Hierbei konzentrierte er sich – wie viele andere Sammler auch – auf die Münchner Malerschule, die er dann um einzelne Künstler der Berliner und Münchner Sezession ergänzte. Mit den Vertretern des Deutschen Impressionismus, wie etwa Lovis Corinth und Max Liebermann, erreichte er die Grenze seines künstlerischen Geschmacks.

Die gezeigte Privatsammlung bezeugt somit die Kunstbegeisterung und die Geschmackskultur eines bürgerlichen Kaufmanns um 1900. Sie verkörpert sozusagen die Kunst an der Schwelle zur Moderne.