Klaus Stümpel. Federstaub - Natur zu beobachten, sich anzueignen, zu verwandeln und im Kunstwerk neu zu erschaffen, sind grundlegende Prinzipien der künstlerischen Arbeit von Klaus Stümpel. Kennzeichnend für sein Werk sind Vogeldarstellungen, die durch eine überdimensionale Vergrößerung eine andere Wertigkeit erhalten und so zu mysteriösen, bedrohlichen Vogelmonumenten werden.
Nicht nur die Fähigkeit präziser Vogelbeobachtung und die Begeisterung des Ornitologen für die heimische Vogelwelt ist es, welche die Faszination von Stümpels Werk ausmacht. Es ist die Umsetzung, die Transformation des Beobachteten in eine andere Dimension. Stümpel benutzt in seiner künstlerischen Arbeit einen archaisch wirkenden Menschentyp, der sowohl in den Bildern als auch in den Skulpturen thematisiert wird. Dem Naturgeschehen ausgelieferte, unbeteiligte und unschuldig erscheinende Wesen, die Stümpel in Spannung zum Bildraum bringt, steigern den Eindruck von Distanz und Isolation. Die Einheit von Natur, von Mikro- und Makrokosmos, wird in seinen Bildern und Collagen deutlich, die Vögel und Menschen miteinander verschmelzen, sie als Elemente eines Ganzen auffassen.
Roemer- und Pelizaeus-Museum
Am Steine 1-2
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