Die spätgotische Karmeliterkirche, zusammen mit dem modernen Anbau, dient heute dem Archäologischen Museum als Ausstellungsraum. Copyright: Archäologisches Museum Frankfurt, Fotograf: Uwe Dettmar.
Die Dauerausstellung beginnt mit der Steinzeit. Copyright: Archäologisches Museum Frankfurt, Fotograf: Uwe Dettmar.
Das älteste Objekt im Museum: Ein Faustkeil aus Kieselschiefer, 200.000 Jahre alt!
. Copyright: Archäologisches Museum Frankfurt.
Der kleine Idolkopf eines Tier-Mensch-Mischwesens aus der neolithischen Siedlung Frankfurt Nieder-Eschbach – er war 7.500 Jahre im Boden verborgen
. Copyright: Archäologisches Museum Frankfurt, Fotografin: Eike Quednau.
Das hallstattzeitliche Fürstengrab (ca. 700 v. Chr.) ist ein echtes Highlight! Als Beigaben waren dem wichtigen Mann unter anderem bronzenes Trink- und Speisegeschirr mit ins Grab gelegt worden. Copyright: Archäologisches Museum Frankfurt, Fotografin: Eike Quednau.
Diese 349 gallischen Silbermünzen datieren um 50 v. Chr. – vielleicht steht dieser Fund mit den literarisch bezeugten Feldzügen Caesars in Verbindung
. Copyright: Archäologisches Museum Frankfurt.
Blick zur Prähistorischen Abteilung des Museums – doch auch die Kirchenarchitektur hat immer einen starken Einfluss auf die Besucher. Copyright: Archäologisches Museum Frankfurt, Fotograf: Uwe Dettmar.
Auf dieser römischen Inschrift ist der antike Name der Stadt NIDA (heutiges Gebiet von Frankfurt-Heddernheim) belegt. Sie stammt aus dem 2.-3. Jahrhundert n. Chr. . Copyright: Archäologisches Museum Frankfurt, Fotograf: Uwe Dettmar.
Die hochaufragenden Säulen werden vom reitenden Jupiter oder dem thronenden Götterpaar Jupiter und Juno bekrönt – sie gehören zu den markantesten Denkmälern der römischen Zeit nördlich der Alpen. Copyright: Archäologisches Museum Frankfurt, Fotograf: Uwe Dettmar.
Diese römische Gesichtsurne datiert um die Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. Sie stammt aus einem Grab bei Frankfurt- Zeilsheim
. Copyright: Archäologisches Museum Frankfurt.
Das Kriegergrab von Frankfurt-Praunheim enthielt zahlreiche Beigaben, u.a. Bankettgeschirr und germanische Waffenausstattung. Es datiert in das 1. Drittel des 5. Jahrhunderts n. Chr.
. Copyright: Archäologisches Museum Frankfurt.
Der Münzschatz wurde als Bauopfer unter dem Frankfurter Dom vergraben (um 825 n. Chr.). Hier ist ein Denar Ludwig des Frommen zu sehen. Copyright: Archäologisches Museum Frankfurt.
Aus der Antiken-Abteilung: Attisch rotfiguriger Glockenkrater, datiert um 450 v. Chr. Deutlich ist die Opferhandlung zu erkennen. Copyright: Archäologisches Museum Frankfurt.
Blick in die farbig illuminierte Karmeliterkirche – zur Nacht der Museen genießen die Besucher Konzerte, Filme und Führungen. Copyright: Archäologisches Museum Frankfurt.
Archäologisches Museum
Frankfurt/Main
Erforschung, Darstellung und Vermittlung der prähistorischen, römischen, mittelalterlichen und neuzeitlichen Archäologie Frankfurts und seines Umlands.
Das Archäologische Museum widmet sich der Erforschung, Darstellung und Vermittlung der prähistorischen, römischen, mittelalterlichen und neuzeitlichen Archäologie Frankfurts und seines Umlands. Hier sehen Sie bedeutende Funde: vom steinzeitlichen Faustkeil (200.000 Jahre alt!), über römische Keramik bis hin zu mittelalterlichen Münzen. Und jährlich kommen durch Grabungen des Frankfurter Denkmalamtes neue Objekte hinzu! Außerdem umfasst die Dauerausstellung umfangreiche Sammlungen der Klassischen Antike des Mittelmeerraumes und Funde aus dem Alten Orient.
Durch unsere Sonderausstellungen wird ein Einblick in die Vielfalt der unterschiedlichen Kulturen Alteuropas möglich. Darüber hinaus betreut das Archäologische Museum die archäologischen Freianlagen im Stadtgebiet: den Archäologischen Garten am Dom mit Fundamenten der ersten römischen Badeanlagen und der karolingischen Kaiserpfalz, die rekonstruierten römischen Töpferöfen in Heddernheim sowie die Fundamente einer römischen Villa in der Nordweststadt.
Wir machen es zu unserer besonderen Aufgabe, Ihnen unsere frühe Geschichte und die Alte Welt nahe zu bringen. Mit unseren zahlreichen Sonderprogrammen können Kinder und Erwachsene versunkene Alltagswelten gestalterisch nacherleben und mit allen Sinnen erfahren. Unser Auftrag schließt ausdrücklich Menschen mit Behinderungen ein.
Architektur des Museums
Karmeliterkirche und Karmeliterkloster gehören zu den wenigen erhaltenen Baudenkmälern des mittelalterlichen Frankfurts. Der spätgotische Kirchenbau, seit dem frühen 19. Jahrhundert säkularisiert, dient heute dem Archäologischen Museum als Ausstellungshalle.
Der bezaubernde Kreuzgang sowie Refektorium und Dormitorium des Klosters werden gemeinschaftlich vom Museum und vom Institut für Stadtgeschichte für kulturelle Veranstaltungen genutzt.
Das kontrastreiche Wechselspiel zwischen der Spätgotik des Kirchenbaus und dem "romantischen Rationalismus" der angebauten Verwaltungs- und Funktionsbauten, die der Architekt Josef Paul Kleihues in den Jahren 1984 bis 1988 schuf, verleihen dem Archäologischen Museum ein einmaliges Flair.
75 Jahre Archäologisches Museum Frankfurt
Am 22. Juni 1937 wurde das "Museum für heimische Vor- und Frühgeschichte" gegründet. Es war für die Sammlungen regionaler Altertümer und antiker Kleinkunst zuständig sowie für die Ausgrabungen im Stadtgebiet Frankfurt und in der näheren Umgebung.
Sein erstes Domizil war das alte Dominikanerkloster, das kriegsbedingt allerdings bereits fünf Jahre später schließen musste. 1954 wurde es als "Museum für Vor- und Frühgeschichte" im Holzhausenschlösschen wiedereröffnet. 1989 erhielt es in der restaurierten und erweiterten Karmeliterkirche seine neue Heimstatt. Im Jahre 2002 erfolgte die Umbenennung in "Archäologisches Museum Frankfurt".
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