Region FrankfurtArchäologisches Museum
Karmelitergasse 160311 Frankfurt/Main
archaeologische...um.frankfurt.de
Di, Do-So 10-18 UhrMi 10-20 Uhr

JETZT – Archäologische Schatten
Zehn Lichtinstallationen, eingefügt in den musealen Kontext, stehen nicht nur im Dialog mit den dort gezeigten Fundstücken, sondern auch mit den gastgebenden Räumen.
„Fabrizio Corneli“, schreibt Gisella Gellini, „ist ein Künstler, der es versteht, Vergangenheit und Gegenwart durch Licht zu verbinden und dadurch auf eine besondere Art und Weise für diese außergewöhnlichen Räumlichkeiten geeignet ist. Außergewöhnlich ist das Museum sowohl aus architektonischer Sicht, als auch durch die dort gezeigten Fundstücke und Artefakte aus prähistorischer, römischer und frühmittelalterlicher Zeit.
Man könnte Corneli als einen Künstler bezeichnen der mit Schatten zeichnet, dem unzertrennlichen Begleiter des Lichts. Corneli benutzt dreidimensionale Formen um Bilder auf Wänden erstrahlen zu lassen. Er zeigt uns eine Art Archetypus, abgeleitet aus dem Abhängigkeitsverhältnis zwischen dem eigentlichen Objekt und dem zu sehenden Bild auf der Wand.
Außer Kunstlicht, Kerzen und LED arbeitet und benutzt Corneli das Licht der Sonne. Seine Werke, einige davon site-specific, erzählen über den Fluss der Zeit, die Veränderung und die Wandelbarkeit der Dinge und entwickeln dadurch eine intime Beziehung mit dem Betrachter, binden ihn ein in ein Erlebnis das, sich nicht nur auf reiner Beobachtung aufbaut, sondern auf einer emotionalen Beteiligung an der Erscheinung des Werks beruht“.
Das Archäologische Museum befindet sich in der Kirche des ehemaligen Karmeliterklosters – einer der wenigen noch erhaltenen Gebäudekomplexe aus dem Mittelalter in Frankfurt. Der heutige Museumsbau, charakterisiert durch den auffallenden Kontrast zwischen gotischer Architektur der Kirche und dem in den ’80er Jahren entstandenen und durch Josef Paul Kleihues entworfenen post-modernen Anbau, ermöglicht ein wieder-Lesen der klösterlichen Architektur. Das wohl auffälligste Merkmal dieses anspruchsvollen Eingriffs ist die eingebaute provokante stählerne Dachkonstruktion im Mittelschiff der Klosterkirche.
Das Ergebnis ist ein Gebäude mit einem einzigartigen Charakter, das durch die Präsenz der Werke von Fabrizio Corneli und – das sei an dieser Stelle betont – in einem neuen Licht zu sehen sein wird. Kuratiert von Gisella Gellini, in Zusammenarbeit mit Evelyn Parusel.
Ort und Dauer der Ausstellung:
- Archäologisches Museum, Frankfurt/Main14.4. bis 6.5.2012
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