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Intern
Ausstellung 200 Jahre Biergarten, München (2012)
Karte

Region MünchenBier- und Oktoberfestmuseum München

Sterneckerstrasse 280331 München

www.bier-und-ok...erfestmuseum.de

Di-Sa 13-18 Uhr

Einzigartiges Museum

Ausstellung: 200 Jahre Biergarten, Museum: Bier- und Ok­to­ber­fest­mu­seum Mün­chen

200 Jahre Biergarten

Vor mehr als 200 Jahren begannen die Münchner Brauer in den Vorstädten Lagerkeller für ihre Sommerbiervorräte zu bauen. Das in der Stadt frisch gebraute Bier konnte dort im Sommer kühl gelagert werden.

Hierfür legten sie vor den Toren Münchens große gemauerte Kellergewölbe an, die „Sommerkeller” oder „Märzenbierkeller”. Sie wurden vornehmlich am rechten Hochufer der Isar (St. Anna- und Isarvorstadt) errichtet, vereinzelt auch im Westen auf den Anhöhen, die sich hinter der Theresienwiese bis zum damaligen Marsfeld ziehen.

An diesen Standorten bestand keine Gefahr durch Grundwasser. Auf die Gewölbe stellten sie Lagerhallen und bepflanzten das Terrain mit Schatten spendenden Bäumen wie Linden oder Kastanien.

Findige Brauer begannen bald das Bier an die Kundschaft krugweise auszuschenken, sehr zur Verärgerung der Wirte, die um ihr Geschäft bangten. Diese Streitigkeiten sind seit 1773 aktenkundig, 1791 und 1793 untersagte die Regierung die Bewirtung auf den Kellern „nachdrücklichst” als „Unfug”. Letztmalig verbot im August 1811 das königliche Kommissariat des Isarkreises das „Gästesetzen in den Märzenkellern”.

Am 4. Januar 1812 beendete der bayerische König Max I. Joseph mit einem Erlass ein für alle Mal den Zwist zwischen Wirten und Brauern: „Den hiesigen Bierbrauern solle gestattet seyn, auf ihren eigenen Märzenkellern in den Monaten Juni, Juli, August und September selbst gebrautes Märzenbier in Minuto zu verschleißen, und ihre Gäste dortselbst mit Bier u. Brod zu bedienen. Das Abreichen von Speisen und anderen Getränken bleibt ihnen aber ausdrücklich verboten.”

Das Münchner Erfolgsmodell der Geselligkeit war aus der Taufe gehoben: der Biergarten! Die Sommerkeller entwickelten sich zum Treffpunkt aller sozialen Schichten, zum Ziel durstiger Großstädter mit ihren Familien, zum Pflichtprogramm für alle Reisenden. Dies gilt bis heute.
Im Zuge des technischen Fortschritts und der zunehmenden Konzentration bei den Münchner Brauereien fand ab etwa 1890 ein systematischer Umbau der oft improvisierten Freischankflächen zu ganzjährigen großgastronomischen Zentren statt. Zweckbauten wurden zu Prunkbauten mit imposanter Festarchitektur.

Heute gibt es in München noch vier Biergärten, deren Ursprung in den Sommerkellern liegt: Augustinerkeller (bis 1862 Knorrkeller), Hofbräukeller, Hacker-Pschorrkeller (ehemals Hackerkeller) und als einziger Bierkeller im Osten Münchens der Paulanerkeller am Nockherberg (ehemals Zacherl-Keller).
Ort und Dauer der Ausstellung:
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