Oktober 2012 bis März 2013 in der Archäologischen Staatssammlung München und April bis September 2013 im Militärhistorisches Museum Dresden.
Fesselnde Geschichte und Geschichten bilden den roten Faden der Sonderausstellung „1636 – ihre letzte Schlacht“. Goldschätze, originale Waffen und sogar die Soldaten selbst erzählen von den unruhigen Zeiten des Dreißigjährigen Krieges, als Deutsche gegen Schweden kämpften.
Verblüffende Einblicke
Wussten Sie, dass bereits im Dreißigjährigen Krieg die Werbetrommel gerührt wurde? Dass alter Schwede und Spießer militärische Begriffe aus diesen längst vergangenen Tagen sind? Dass junge Soldaten im 17. Jh. ihr Handwerk von der Pike auf lernen mussten? Die Sonderausstellung 1636 – ihre letzte Schlacht gewährt verblüffende Einblicke in das Leben der Menschen hinter den berühmten Feldherren Wallenstein, Tilly und König Gustav II. Adolf.
Vom Fund zur Erkenntnis
Spektakulärer Ausgangspunkt der Ausstellung ist der Fund des größten bislang bekannten Massengrabes des Dreißigjährigen Krieges – entdeckt auf dem historischen Schlachtfeld bei Wittstock/Dosse.
Das Grab und seine geschichtsträchtige Umgebung zogen sofort großes Forscherinteresse auf sich. Zahlreiche Wissenschaftler verschiedener Disziplinen untersuchten die Skelette und das Schlachtfeld, so dass ein umfassendes Bild der Geschehnisse des 4. Oktober 1636 entstand.
Geschichte mal anders
Diese archäologischen und naturwissenschaftlichen Erkenntnisse beleuchten – eingebettet in den historischen Kontext – das 17. Jh. aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel: dem der einfachen Bevölkerung.
Mit mehr als 2000 Exponaten auf über 800 m² lädt die Ausstellung dazu ein Geschichte einmal anders zu erleben: Objekte zum Anfassen, Medienstationen und ein zusätzlicher, auf Kinder zugeschnittener Erzählstrang machen die Schau zum kulturellen Ereignis für alle Altersklassen und Interessensgebiete.
Begleitprogramm
Die Sonderausstellung wird durch ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm für jung und alt begleitet. Dazu gehören zahlreiche Sonderführungen, Workshops und eindrucksvolle Events. Auch für Schulklassen bietet die Schau vielfältige Besuchsmöglichkeiten: spezielle Themenführungen, Workshops und Angebote zur Nachbereitung stehen zur Verfügung.
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